Berghof Kinker

In der Früh um 6 Uhr beginnt die Arbeit auf dem Milchbauernhof der Familie Kinker. Stall aufräumen, Kühe füttern, melken und wenn es bereits Spätfrühling ist dann auf die Weide führen. Scheint sehr eintönig, kein Tag ist aber hier so wie der andere.






Irmi und Franz führen den Bauernhof bereits in der dritten Generation. Natürlich hat sich seitdem Großeltern von Franz hier angefangen haben, sehr viel verändert, aber nicht dieser wunderbare Ausblick. Aus aller Welt kommen die Touristen um die berühmten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau zu besichtigen, Familie Kinker sieht diese jeden Tag auf der gegenüberliegeneden Seeseite.






Derzeit sind es auf dem Hof ein bisschen mehr als 30 Kühe, hauptsächlich Allgäuer Braunvieh Rasse. Als wir bei der Familie Kinker waren gab es noch zwei Kälbe, jeweils ca. eine Woche und zwei Wochen alt. Alle Kühe haben einen Namen und jede Tafel auf der Wand im Stall ist einer Kuh gewidmet.








Bei den Kinkers kann man außerdem eine Patenschaft für die Kuh erwerben (natürlich über die Molkerei). Man zahlt einmalig einen bestimmten Betrag und bekommt im Gegensatz zweimal jährlich ein Paket mit Milchprodukten nach Hause geschickt.






Um fünf am Abend geht die Arbeit im Stall weiter. Die Kühe bekommen das Futter und werden gemolken. Es wird hier Bio-Vollmilch mit 4% Fettgehalt produziert, die man entweder ab Hof oder an die Molkerei verkauft. Thomas und Kathrin, Sohn und Tochter von Irmi und Franz, arbeiten am Hof auch mit. Thomas will den Familienhof weiterführen und macht eine entschprechende Ausbildung dafür. Auch die Feriengäste helfen gerne mit. Wenn man aus einer Stadt kommt dann genießt man es und sieht es gar nicht als Arbeit.






Die Kinkers haben am Hof auch einige Kleintiere, Arbeit gibt es also genug. Wenn Irmi mal müde ist, setzt sie sich auf das Sofa, nicht im Haus vor dem Fernseher aber, sondern im Stall. So kann man in Ruhe nachdenken, Kühe beobachten und sich erholen. Eine tolle Erfindung der Familie Kinker.






Im Herbst werden auf dem Hof Äpfel geerntet und Apfelsaft gepresst. Die Apfelbäume brachte der Großvater von Franz aus Franken. Zuerst wollten die Kinkers ihre Äpfel so verkaufen aber es gab keine Nachfrage. Apfelsaft ist im Gegenteil sehr gefragt und es werden sogar einige Hotels aus der Umgebung damit beliefert.





 

Damit die Familie ein zusätzliches Einkommen bekommt, vermieten Franz und Irmi Ferienwohnungen. Aus einigen Zimmern sieht man den wunderschönen Forggensee, der übrigens kein typischer Alpensee ist. Er wurde künstlich geschaffen und ist in Frühling noch ausgetrocknet. An einigen Stellen sieht man sogar die Spuren von alten Siedlungen.





Franz ist ein leidenschaftlicher Fotograf und Blogger, Irmi leidenschaftliche Köchin. Mit Franz könnte man Stunden lang über Milchbetriebe, Bauerhöfe und Allgäu diskutieren. Wer Interesse hat, kann seine Blogbeiträge dazu lesen.






Mit Irmi haben wir auch gemeinsam gekocht. Zum Mittagessen wurde ein typisches Allgäuer Gericht Kässpatzen und Apfelberg zum Nachtisch vorbereitet.








Auf dem Berghof haben wir die Zeit genoßen, so wie auch viele Feriengäste die bereits zum zweiten oder sogar zum dritten mal hierher kommen. Ein Zeichen der wahren Gastfreundschaft der Familie Kinker.








Berghof befindet sich in Ussenburg 77, Roßhaupten.
www.berghof-kinker.de

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