Brauerei Jungfraubräu

Wer glaubt, dass in der Schweiz kein Bier produziert wird, liegt da etwas falsch. Mit 700 eingetragenen Brauereien, vorwiegend kleinen, hat die Schweiz die größte Brauereidichte in der Welt - auf die Einwohnerzahl bezogen.

Im Alpenteil vom Kanton Bern – Berner Oberland – war Bier kein wirklich populäres Getränk. Da sich hier auch nur wenige Weinreben befinden, ist Wein ebenfalls kein typisches Produkt aus dieser Gegend. Hingegen verschiedene Schnapsarten und Likören, die man mit heimischen Früchten zubereiten kann, waren und sind die einzigen Getränke, die man im Berner Oberland als typisch bezeichnen kann. Im Winter ist es sogar üblich einen leichten Kaffee mit beliebigem Schnaps (Zwetschgen oder Obstbrand) zu vermischen – dieses Getränk heißt Cheli.





Alles änderte in 2011, als in der kleinen Ortschaft Schwanden, wo man einen sehr guten Blick auf Brienzersee hat, eine handwerkliche Brauerei eröffnet wurde. Gegründet wurde die Brauerei als Aktiengesellschaft von Peter Margowski und Wolfram Seebauer mit dem Wilderswiler Braumeister André Schätzle und dem Interlakner Treuhänder Heinz Fuchs.








Die Grundprodukte Hopfen und Gerste beschafft man in der Schweiz oder in Deutschland (berühmter Tettnanger Hopfen). Gebraut wird mit Schwander Quellwasser und zwar einmal am Tag (aber auch nicht jeden Tag). Viele Privatkunden beziehen ihr Bier ab Rampe bei der Brauerei oder bei einem Einzel- oder Getränkehändler. Zahlreiche Restaurationsbetriebe im Kanton Bern führen die Jungfrau-Biere auf ihrer Getränkekarte.






Nach knapp 5-jährigem Bestehen der JungfrauBräu AG wurde die Brauanlage durch eine modernere, leistungsfähigere und grössere Brauanlage ersetzt. Die Nachfrage nach dem Jungfrau Bier ist in den letzten Jahren gestiegen. Das neue Sudhaus, als Kernbereich der Brauerei, besteht aus einem 3-Geräte Sudwerk mit Maische- und Würzepfanne, Läuterbottich und einem Whirlpool. Das Bier wird vor Ort gebraut (6-7 Stunden), gegärt (ca. 4-7 Tage) und gereift (bis zu 4 Wochen), in Flaschen abgefüllt wird das Bier jedoch in Bern.






Die Jungfraubräu stellt zwei klassische untergärige Biere (bekannt als Lagerbiere – Helles und Weißes) sowie moderne Craftbiere mit ausgefallenen Malzmischungen, speziellen Hopfensorten und obergärigen Hefekulturen her. Alles wird «mit Herz von Hand gebraut» - so lautet der Slogan der Brauerei. Das Jungfrau LAGER ist ein filtriertes helles Lagerbier, das den Ansprüchen des klassischen Biertrinkers gerecht wird. In der Craftbier-Serie sind es Jungfrau Rotes (mit Schweizer Perle, Amarillo und Cascade Hopfensorten) sowie ein IPA (mit Cascade, Amarillo und Citra Hopfen). Saisonal kommen immer wieder neue Spezialitäten dazu.

Ob das Bier kalt oder warm getrunken sein muss, das weiß Peter Margowski natürlich am besten: "Bei uns in der Schweiz bevorzugt man ein eher kaltes Bier - bei 2-5 Grad, hingegen in Deutschland sind 7 Grad optimal. Ich bin der Meinung, dass je kälter das Bier ist desto weniger kann man beurteilen ob das ein gutes oder ein schlechtes Bier ist. Kaltes Bier schmeckt immer gleich und wenn es wärmer ist, dann spürt man tatsächlich das Aroma und die Qualität die dahinter steckt".







Jungfrau Bier – Alpine Craftbier – ist eine gute Möglichkeit ein modernes Berner Oberländer Getränk zu verkosten! Sie sind im Berner Oberland fast bei allen Getränkehändlern erhältlich, daneben in vielen Gastronomiebetrieben in Brienz, dem Haslital, Interlaken sowie in der Jungfrauregion. Die Brauerei wurde übrigens nach dem Berg Jungfrau genannt, der dritthöchste Berg der Berner Alpen.





Brauerei Jungfraubräu befindet sich auf dem Derfliplatz 4, 3855 Schwanden bei Brienz
www.jungfraubraeu.ch



Mehr Fotos und Geschichten auf Instagram und Facebook