Tropenhaus Frutigen

Nur 40 Minuten von der Hauptstadt Bern entfernt ist ein tropisches Paradies – Tropenhaus Frutigen. Hier werden Landschaft, Ökologie und Ökonomie oder einfacher gesagt – Bergwasser, Fischzucht und Tropengarten - verbunden.






Durch den Bau des Lötschberg-Basistunnels können Regen- und Schmelzwasser nicht mehr versickern, dadurch treten auf der Nordseite des Tunnels ca. 70 Liter 18 Grad warmes Wasser pro Sekunde aus. So ein warmes Wasser darf nicht in Bergbächer umgeleitet werden, weil dadurch das bestehende Ökosystem leiden könnte. Man hat deswegen nach der Möglichkeit gesucht dieses Wasser abkühlen zu lassen und da kam eine Idee die Zucht mit wärmeliebenden Fischen und Pflanzen zu beginnen. Es enstand ein weltweit einzigartiges Konzept, das tropisches Ambiente, Fischzucht und alpine Umgebung zusammenbindet.

Nach der Nutzung in der Fischzucht wird das Wasser in Wärmetauscher geleitet, die dem Bergwasser einen Teil der Wärmeenergie entziehen und diese in zwei große Wärmepumpen leiten. Diese heizen die angeschloßenen Gebäude, insbesondere Gewächshaus. Das abgekühlte Wasser kann nach diesem Prozess in die Bergbächer ohne weiteres fließen.



In den Fischbecken schwimmen ca. 80.000 Störe (davon sibirische und russsische), aber auch Egli, Zander und Äsche. Die Störe werden mit handarbeit zu verschiedensten Produkten weiterverarbeitet – darunter natürlich Schweizer Kaviar.



Am Anfang schwimmen die Fingerlinge zusammen, nach rund drei Jahren werden die Fische nach dem Geschlecht aufgeteilt (dabei hilft eine Ultraschaluntersuchung). Nach rund sechs Jahren kommt es bei den weiblichen Fischarten zu einer erneuten Ultraschaluntersuchung um den Reifezustand des Kaviars zu kontrollieren. Kaviar gibt es beim Tropenhaus in 4 verschiedenen Qualitäten. Das 101 limited setzt, zum Beispiel, voraus, dass Kaviar mindestens 2,6 mm Durchmesser haben muss. Neben Kaviar werden Fischfilets in verschiedensten Variationen hergestellt – geräuchert, mit Pfeffer oder Chili.







Im Tropenhaus Frutigen leben nicht nur exotische Fische sondern auch exotische Pflanzen. Auch bei kalten Alpentemperaturen bleibt das Klima im Gewächshaus tropisch. Bananen, Ananase, Papayas, Kaffeebohnen, verschiedene Gewürze und vieles mehr – insgesamt rund zwei Tonnen jährlich. 






Aus den Früchten werden zum Beispiel hauseigene Marmeladen und Senf hergestellt. Natürlich kann man vor Ort auch frisches Obst je nach Saison kaufen.









Ein einzigartiges, kulinarisches Erlebnis erwartet die Besucher im Restaurant Tropengarten. Hochwertige Produkte aus Fisch- und Kavierzucht und die Fülle von Früchten und Gewürzen aus dem Tropenhaus inspirieren den Chef für die neue Gerichtskreationen. Was haltet ihr von einer tropischen Bruschetta mit Papayachutney und Rauchstörmousse? Ein echt tropisches und kulinarisches Erlebnis mitten in den Schweizer Alpen!
 

  



Tropenhaus Frutigen befindet sich auf dem Tropenhausweg 1, 3714 Frutigen

www.tropenhaus-frutigen.ch


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